Bio-Temi-Tee

In Sikkim nennt man sie „fliegende Perlen“. Rund 700 Schmetterlingsarten sind dort zu Hause. Auch im Teegarten fühlen sie sich offensichtlich wohl – dank ökologischen Anbaus.

Ökologischer Anbau

Für ihn spricht vieles: Ökologischer Anbau schützt nicht nur die Menschen, die im Teegarten arbeiten, sondern hält zudem für spätere Generationen das Trinkwasser rein und die Umwelt intakt, hilft, unsere Artenvielfalt zu bewahren und vermeidet schädliche Rückstände im Boden. Das wiederum wirkt sich positiv auf den Tee und unsere Umwelt aus. Bio-Produkte enthalten eine Fülle an Vital- und sekundären Pflanzen-Stoffen, mit der sich die Pflanzen selbst gegen Schädlinge schützen. Diese wertvollen Inhaltsstoffe kommen auch unserer Gesundheit zugute.

Nur robuste, gesunde Pflanzen erlauben ökologischen Anbau. Deshalb erfolgt Pflanzenschutz vor allem vorbeugend, um von Beginn an natürliche Abwehrmechanismen zu stärken. Hilfe zur Selbsthilfe: Im Temi-Teegarten verwendet man daher nur organischen Dünger, der zum Beispiel aus Ölpress-Rückständen von Neem-Früchten und -Samen besteht. Der Neem-Baum ist in Indien heimisch und sehr verbreitet. Neem wirkt gegen eine Vielzahl an Schädlingen und Krankheiten, indem es von der Pflanze aufgenommen und im Blattgewebe angereichert wird. Gleichzeitig verbessert dieser natürliche Dünger den Boden.

Die Kriterien für zertifizierten Öko-Landbau und die Verarbeitung von Bio-Rohstoffen gemäß der EG-Öko-Verordnung sind anspruchsvoll. Sowohl Anbau und Verarbeitung im Teegarten, als auch Import und Vermarktung durch teevent werden regelmäßig von unabhängigen Bio-Kontrollstellen überprüft. 

Bescheinigung gemäß Artikel 29 Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 834/2007

Mehr Aufwand: Das Unkraut muss händisch entfernt werden.

Bio-Tee ist teurer als konventionell angebauter Tee, 

- weil beim ökologischen Anbau mehr Personal nötig ist (Pflanzenpflege, Verwaltung, Bio-Dokumentation),

- weil durch Verzicht auf chemische Düngemittel und Pestizide Ertragseinbußen entstehen,

- weil sowohl Anbau, Verarbeitung und Export  als auch der Import und die Vermarktung durch unabhängige Bio-Kontrollstellen kostenpflichtig inspiziert und zertifiziert werden.